HOME
 Weisung Nr. 16
 A-Bauwerke
 1937
 Einbauanweisung
 Werkgruppen
E-MAIL_1

 

Arbeitseinteilung beim Erstellen von "A" Bauwerken

 

Der Bau wird in folgenden Bauabschnitten durchgefuehrt:

  • Bauabschnitt I: Ausschachten und Betonieren der Arbeitssohle.
  • Bauabschnitt II: Bau der Fundamentsohle.
  • Bauabschnitt III: Bau der Zwischenwaende.
  • Bauabschnitt IV: Verlegen der Traegerdecke.
  • Bauabschnitt V und VI: Bau der Umfassungswaende und Decke.

 

Bauabschnitt I:

Maschenweite des kubisch geflochtenen Eisengeflechts bis zu 30 cm Eisenstaerke des Moniereisens: 20 mm im Durchmesser. Abstand der Mittelachse des ersten waagrechten Eisens von Aussen- bzw. Innenkante Wand 10 cm. Der Schartenpanzerturm wird nach dem Bauabschnitt III, spaetestens waehrend der Bauvorbereitung zum Bauabschnitt VI eingebaut, sofern nicht ein nachtraeglicher Einbau ueberhaupt vorzusehen ist.

 

Bauabschnitt II:

Nach dem Abschnueren des Grundrisses wird die Fundamentsohle eingeschalt und die Bewehrung eingebracht. Sie erhaelt in ihrer kubischen Bewehrung 6 waagrechte Eiseneinlagen. Soweit Waende auf der Fundamentsohle zu stehen kommen, muessen die senkrechten Eisen der Sohle -als Anschlusseisen mit Haken versehen- 50 cm in die Wände hineinragen. Das Verlegen der Rohrleitungen fuer Kabel usw. muss so erfolgen, dass keine Nacharbeit erforderlich wird.

 

Bauabschnitt III:

Die Zwischenwaende binden in die Umfassungswaende ein. Die Schalung der Zwischenwaende und die Innenschalung der Umfassungswaende werden aufgestellt. Gleichzeitig sind -soweit erforderlich- die Tuerrahmen einzubauen, die Tuerdurchbrueche zu verschalen, die Traegerlage ueber den Tuerdurchbruechen zu verlegen und die Rohrleitungen in den Zwischenwaenden einzubauen. Dann erfolgt das Herstellen des kubisch ausgebildeten Maschengeflechts. Die senkrechten Eisen sind mit den aus der Fundamentsohle herausragenden zu verbinden. Sie ragen -wiederum als Anschlusseisen mit Haken versehen- 50 cm in die Decke hinein. Die waagrechten Eiseneinlagen sind nur bis Oberkante Decke hochzuflechten. Die Anschlusseisen nach den Umfassungswaenden erhalten keine abgebogenen Haken. Der Anschluss der Waende an die Umfassungswaende wird mittels Schalbretter abgeschlossen, damit der Frischbeton nicht in die Umfassungswand dringen kann.

 

Bauabschnitt V und VI:

Die Schal- und Flechtarbeit der Umfassungswaende beim Bauabschnitt V und VI sind gleichzeitig in Angriff zu nehmen.

  1. Die senkrechten Eisen reichen bis Oberkante der Bauwerksdecke. Die senkrechten Eisen sind mit den aus der Fundamentsohle ragenden zu verbinden.
  2. Das Verlegen und Flechten der Eiseneinlage erfolgt zunaechst bis 1,50 Meter ueber Oberkante der Fundamentsohle in der ganzen Wandstaerke.
  3. Danach werden die Rundeisen auf die Innenseite der Wand in 1 Meter und auf der Aussenseite der Wand in 1,50 Meter Wandtiefe bis zur Traegerdecke Oberkante (in kubischer Bewehrung) geflochten. In dem  verbleibenden Raum von 1 Meter Wandtiefe, der in der ganzen Umfassungswand herumfuehrt, reichen die senkrechten Eisen nur bis 1,50 Meter ueber Oberkante der Fundamentsohle. Dieser 1 Meter breite Gang ist 2,75 Meter hoch; darueber haengen die unterbrochenen, senkrechten isen im Maschengeflecht der Decke.
  4. Die Decke wird durchgehend kubisch bewehrt. Die Bewehrung ist nur an dem, in die Decke hineinragenden, Gang und an den senkrechten Einstiegsoeffnungen zum Gang unterbrochen. Zum (Arbeits-) Gang fuehren Einstiegsoeffnungen. Sie sind in der Achse von Zwischenwaenden oder an Bauwerksecken nach Bedarf anzuordnen.
  5. Nach den Flechtarbeiten und nach Abnahme des Maschengeflechtes kann betoniert werden. Im Arbeitsgang verfestigen die Betonierer den eingebrachten Frischbeton durch das uebliche Stochern (heute werden Ruettler verwendet). Beim Wachsen des Frischbetons, in den Arbeitsgang hinein, werden 1,40 Meter bis 1,50 Meter lange abgebogene Rundeisen in Richtung Wandstaerke, etwa alle 25 cm auf das waagrechte Maschengeflecht gelegt. Sie muessen beiderseits gleich tief in die bewehrte Wand eingreifen und sind -soweit erforderlich- mit Bindedraht zu befestigen. Diese eingelegten Rundeisenstuecke dienen waehrend dem Betonierungsvorgang dem Betonierer gleichzeitig als Auftritt.
  6. Das Verlegen der Rundeisenstuecke muss durch einen besonders eingesetzten Mann erfolgen. Niemals darf der Betonierer hierzu verwendet werden.  Die Rundeisenstuecke werden durch die Einsteigoeffnung zugereicht oder liegen lose im Maschengeflecht der aeusseren Wandseite der Umfassungswand. Ist der Frischbeton im Arbeitsgang so hoch gestiegen, dass von dort aus nicht mehr gestochert werden kann, erfolgt das Verarbeiten (Stochern) des Frischbetons von der Bauwerksdecke aus. Gleichzeitig wird im ganzen Gang in der vorweg beschriebenen Weise das Maschengeflecht ergaenzt; die Einsteigoeffnungen werden danach kubisch bewehrt.

ZURÜCK ZUM SEITENANFANG